Montag, 26. November 2007

Oh look, we burned a duck!

Hey Ho,
die letzten paar Tage sind insgesamt ganz gut ausgefallen.
Dieses Wochenende war wieder mal eher stressig, da ich von einem Ort zum nächsten gehetzt bin. So gings Freitag nach der Arbeit nach Tapa, wo ein anderer Freiwilliger eine Party bei sich zuhause veranstaltet hat, was ziemlich lustig war, da wir Deutsche zwar natürlich in der Überzahl waren, aber sich doch insgesamt fünf weitere Leute eingefunden haben, die einer anderen Nation angehört haben -sogar eine Estin war dabei, was schon was heißen mag ;)

Etwas übernächtig gings Samstag um zehn nach acht Uhr morgens mit dem Zug (Tipp: Ist wirklich wesentlich billiger als mit dem Bus zu fahren) nach Tartu, wo wir erst ein bisschen shoppen gegangen sind, danach Crêpe-essen und nachher dann zurück nach Viljandi. Den restlichen Tag nutzten wir zunächst um etwas Schlaf nachzuholen (naja, eigentlich nur Maria, Marie war ohnehin nicht dabei, da die's mit dem Rücken hat) oder uns zumindest auszuruhen, bis wir dann eine viertel Stunde zu spät aufgebrochen sind um uns mit zwei FSJlern (natürlich auch Deutsche) zu treffen um mit denen auf ein Konzert zu gehen. Das "akademische Viertel" muss eben eingehalten werden, und hey, auch die anderen beiden haben sich dran gehalten ;) Im Übrigen: In Frankreich gilt es als unhöflich pünktlich zu kommen. Man muss den Gastgebern schon Zeit lassen alles vorbereiten zu lassen (hey, nicht beschweren, in Portugal sind zum Beispiel zwei Stunden ganz normal! ;))...
In diesem Sinne habt ihr also keinen Grund mehr euch zu beschweren, wenn ich mal wieder wie gewöhnlich zu spät bin.... :P
Was das Konzert anging... leider handelte es sich doch nicht um ein Metalkonzert (das fand schon Donnerstag statt :P Tja, für sowas würde es sich lohnen wenigstens die Wochentage zu lernen oder zumindest Leute nachschauen zu lassen, die sie verstehen; jaja, FSJler halt ;)), sondern um ein Indiekonzert, was auch in Ordnung war. Zumindest die beiden "Vorbands" waren eigentlich ganz gut.

Achja, hab jetzt endlich einen Reflektoren -juhu, endlich nicht mehr gen Gesetz ;) (In Estland muss zu einer bestimmten Zeit immer einen Reflektoren haben, da man im Falle eines Unfalles sonst Probleme bekommt was Versicherungen angeht, und man sogar Strafen zahlen muss, wenn man von der Polizei ohne entdeckt wird -so zumindest das Gerücht, bin mir nicht ganz 100% sicher... ^^)

Solche Reflektoren machen aber durchaus Sinn. Heute wurde es immerhin schon um viertel nach vier dunkel. Das heißt, nein, da wurde es nicht dunkel, da wars dann schon schwarz... Jaja, die Tage werden eben immer kürzer ^^.

Was aber hat es denn nun mit der Überschrift zu tun!? ^^
Na, Sonntag war Plätzchenbacken angesagt. Zuhause in Deutschland meist zu faul dazu gewesen (im Sinne von: Mama/Oma machts eh besser), hab ich mich dennoch an Vanillekipferl gewagt. Was für eine Pamperei... wenigstens schmecken sie, auch wenn sie seltsamerweise aufgegangen (!!!!!!!!) sind -ohne Backpulver oder ähnlichem... fragt mich lieber nicht ^^. Wir bekamen für unsere Plätzchen sogar Unterstützung von einer FÖJlerin; die beiden FSJler meinten zwar noch am Vortag, dass sie mitmachen wollen, konnten dann aber pötzlich doch erst gegen Abend -als es natürlich schon vorbei war und die Plätzchen schon essbereit auf dem Tisch lagen ^^.
Na, und die Ente... ich versuch noch das Foto aufzutreiben, das Maria geschossen hat. Jedenfalls hatte ein Backpapier einen Abdruck einer unserer Formen. Wie myteriös ;)
Auch abenteuerlich war es als ich es fertigbrachte das Backpapier im Ofen zum Brennen zu bringen -aber keine Sorge, ging nix schief, habs sofort ausgepustet ;)

Noch mysteriöser ist eine Sache, die jetzt schon geschätze zwei-Male passiert ist: Die Wohnungstür stand offen. Einfach so. Obwohl vorher geschlossen. Vermutung: Irgendwelche Nachbarn machen sich da 'nen Scherz draus. Keine Ahnung... inzwischen schließen wir immer ab, selbst wenn wir zuhause sind. So sind Maria und ich heut brav in die Sprachstunde und Marie ist zuhause geblieben. Als sie mal zwischendurch zum Spiegel ging, sah sie darin, dass eben die Wohnungstür offen steht. Dasselbe stellten wir Sonntag Morgen fest. Noch seltsamer, dass Marie in der Nacht gerträumt hatte Stimmen zu hören und eine Tür öffnen... Verschwunden ist seltsamerweise nichts, umso verwunderlicher also was diese Aktionen sein sollen. Wills ehrlich gesagt gar nicht wissen. Ab jetzt wird eben fleißig zugesperrt, vor allem wenn einer alleine zuhause bleibt...

Ich denke ich kann nun von mir behaupten doch so ein bisschen estnisch sprechen zu können. Nicht viel vielleicht, aber es reicht um einem Behinderen Mathe zu erklären. Naja, zumindest ein Versuch wars wert. Schon lustig wie leicht es plötzlich fällt vom Thema abzuweichen und sogar von Red Bull zu reden (denn Red Bull verleiht ja Flügel, die man brauchen kann um kein Mathe machen zu müssen ^^). Nebeneffekt des Estnischen: Man verlernt irgendwie diverse Kleinigkeiten. So fang ich nun auch schon an von einem "he" zu reden, wenns eigentlich um eine "she" geht -bzw. vertausche das dann einfach so in einem zusammenhängenden Text. Naja, solls auch geben...

Recht viel mehr ist eigentlich nicht passiert, glaub das wars so ziemlich.

Bis bald,
eine schöne Woche noch,
Andy

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