Donnerstag, 8. Mai 2008

Teeme ära? Muidugi!

Hallöle!
Hoffe doch, dass in Deutschland alles in Ordnung ist.
Sorry, dass ich in letzter Zeit ein wenig nachlässig war, was das Schreiben meines Blogs angeht.

Was so geschehen ist seit dem letzten Eintrag?

Unter anderem war ich mit Marie und Christian am Strand in Pärnu (leider war genau an diesem Tag das Wetter nicht so hammermäßig, aber ansonsten scheint bei uns die Sonne ja dauerhaft durch), hab wegen den Student Days in Tartu vorbeigeschaut, hab am Teeme Ära (mehr dazu später) in Tallinn teilgenommen und war mit Maria in Tartu einkaufen, nachdem ich ein paar neue Sachen gebraucht habe, und auf einer Geburtstagsfeier in Viljandi.





Was ich nicht vergessen sollte ist auch das Benefizkonzert, das ein Freiwilliger von uns zusammen mit einem Esten vor zwei Wochen in Tapa organisiert hat!
Sinn der Sache war es für Waisenkinder in Tapa (einem übrigens echt hässlichen Ort, wobei es selbst hier die ein oder andere nette Gegend gibt... war einmal ein militärischer Stützpunkt) mit dem im Konzert eingenommenen Geld Fahrräder zu finanzieren, was übrigens auch geklappt hat!
Nicht nur wir Freiwillige haben teilgenommen (ich sang unter anderem im Chor, zur Gitarre und hab bei unserem Theaterstück Probe gelesen), sondern auch ein paar Gruppen wie eine Folkloretanzgruppe aus Rakvere, unser Viljandi Gospelchor (wo Maria und ich eben auch mitgesungen haben), eine Theatergruppe, die Waisenkinder selbst und die Schulband aus Tapa. Hoffentlich habe ich niemanden vergessen aufzuzählen.
Anders als geplant dauerte es tatsächlich zweidreiviertel Stunden, was an sich echt zu lange ist, aber wir denken, dass es den Leuten gefallen hat.
Im Übrigen fand ich unser Theaterstück echt total cool, da es ziemlich gut umgesetzt wurde, selbst von unseren Laien. Hintergrund des Stücks war eine alte Geschichte über Tallinn, laut der ein Geist schon vor Erbauen der Stadt geplant hat die fertige Stadt zu zerstören, was er letztlich dann aber doch nicht macht, da er sich erweichen lässt...

Lustig war übrigens auch, dass ich zum Training am Wochenende zuvor in Tallinn manche Freiwillige zum ersten Mal sah, obwohl einer zum Beispiel auch schon seit September hier ist... Tja, wir Freiwillige außerhalb Tallinns (abgesehen von den Neuen) nennen uns auch die Süd-plus-Haapsalu-Gruppe. Was sich wieder insofern bestätigt, da ich zum Beispiel dieses Wochenende zusammen mit einer aus Tartu nach Maarja Küla fahren werde...

Jetzt bleibt die Frage offen was es denn mit diesem Teeme Ära auf sich hat! Wörtlich übersetzt heißt es "Machen wir weg!", im Sinne von "Wir räumen auf!"
Estland ist stellenweise einfach übelst verdreckt, was wohl auch bissal am -im Vergleich zu Deutschland, das ja Vorreiterrolle spielt- fehlenden Umweltbewusstsein liegt. So fand an diesem Tag eine allgemeine Aufräumaktion statt, an dem tausende Esten teilgenommen haben. Gebracht hat's auf jeden Fall was, denke ich, obs das Bewusstsein längerfristig verändert, weiß ich nicht, aber hoffe doch das Beste!
Ich persönlich hab mich jedenfalls an einer Bucht in Tallinn einsetzen lassen, zusammen mit anderen Freiwilligen (hauptsächlich aus Tallinn) und zwei Estinnen...





Um dorthin zu gelangen musste ich schon um fünf Uhr morgens aufstehen und war erstmal extrem geschockt, nachdem es um diese Uhrzeit schon Tag war! Irgendwer meinte, dass es schon um vier Uhr zu dämmern beginnt -und auf Anfrage hat mir eine Estin aus Viljandi erzählt, dass die Sonne am Johannestag (auch als Mittsommernacht bekannt), wenn überhaupt, maximal zehn bis zwanzig Minuten weg ist, danach fängts gleich wieder an zu dämmern... Je mehr ich drüber nachdenke und vor allem selbst schon Schlafprobleme bekomme (ganz zu Schweigen von der Marie, die wickelt sich inzwischen Socken vor die Augen), kommt mir auch der Winter im Nachhinein immer krasser vor (wenns momentan so hell ist und heller wird, ist es ja logisch, dass im Winter das Gegenteilige auftreten muss; nur irgendwie hatte man sich das so schön geredet...).





Stop hier mal und schreib wieder, wenns was echt aktuelles gibt!

Viele Grüße,
Andrea

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